++BREAKING NEWS ZU BRÜSSEL++

Der Eiffelturm leuchtet seit wenigen Minuten in den belgischen Landesfarben!

Oder besser gesagt:

Das Wahrzeichen der schlechten Romantik, dass  mittlerweile für so ziemlich jede kollektive Scheinanteilnahme missbraucht wird, strahlt jetzt fast in deutschen Farben. Aber auch nur fast.

Außerdem hat Thomas de Misére (höhö) mit höchst dramatischer Gelassenheit – die Stefan Effenberg damals höchstwahrscheinlich zum Rumkriegen von Claudia Effenberg benutzt hat  (man achte auf den lasziven Blick, während er so richtig geil einen abministert und von der Gefahr durch den Terror spricht) – verkündet, dass er leider nicht mehr wisse als das Fernsehen. Er will also nichts Weiteres zu den Anschlägen in Brüssel sagen. Mit anderen Worten locker durch die Blume geschwafelt: Teile dieser Nachricht würden Sie verunsichern.

Oh mensch, wir sind so degeneriert.

Leck mich im Arsch.

Batholonew

Wer still sein will muss leiden.

Wer still sein will muss leiden.

Welch geniale Entfremdung des altbekannten, deutschen Sprichwortes habe ich mir gerade einfallen lassen. Und warum lese ich meinen ersten Satz nach einer Ewigkeit der schreiberischen Abstinenz immer wieder und finde ihn so komisch? Und warum ist es so, dass ich nun auch den zweiten Satz immer und immer wieder Korrektur lese, nur um dann zu merken, dass dieser ebenfalls komisch daher kommt. Und warum reihe ich nun lauter Fragen aneinander, die allesamt mit dem selben Anfang beginnen? Als hätte ich das Texten verlernt.

Wie dem auch sei. Ich habe nun für einige Zeit die Fingerkuppen still gehalten. Warum dem so war, tut eigentlich nichts zur Sache. Ich habe den Tim Bendzko gemacht – inklusive dem Retten der Welt, exklusive der beschissenen Musik.

Es ist ja auch wahrlich nicht so, als würden da draußen Heerscharen von Lesern auf mein geistiges Gulasch warten (ist es das Gulasch oder der Gulasch? Das ist hier die Nutella-Frage!). Doch falls es da draußen irgendjemanden gibt, der sich meine Gedanken durchliest, dann zitiere ich für diese Person einen der größten Politiker der jüngeren Menschheitsgeschichte mit den Worten:

„I´ll be back.“

John F. Kennedy war einfach ein begnadeter Redner!

Im Übrigen geht an diesem noch jungen Samstag schon ordentlich die Post ab. In Russland ist eine Boeing aus der Luft heraus gefallen und in Istanbul fliegen Menschen in die Luft hinein.

Hallo Zynismus.

Batholonew

Anschlag in Istanbul.

Anschlag in Istanbul.

Die meisten der heute morgen getöteten Opfer sind Deutsche.

Welcher Franzose wird sein Facebook-Profilbild aus Gründen der emphatischen Anteilnahme mit einer deutschen Flagge unterlegen? Welcher Deutsche wird sein Bild mit der türkischen Flagge unterlegen? Welcher Georgier, welcher Armenier wird es mit der türkischen Flagge unterlegen? In der heutigen Zeit sind Selbstmordanschläge ein multikulturelles Ereignis – wie eine Fußball-Weltmeisterschaft. Nur dass bei der Fußball-Weltmeisterschaft keine Menschen getötet werden. Oder doch?

Warum nicht mal zur Abwechslung Äpfel mit Birnen vergleichen.

PS: Zynismus

batholonew

Das Utopie-Syndrom.

Das Utopie-Syndrom.

Auch jemand wie ich stellt sich oftmals die Frage, warum permanent über böse Menschen geredet wird, die vermeintlich nicht bösen Menschen etwas wegnehmen und ihnen Schaden zufügen möchten. Diesen beiden Gruppen von Menschen werden von einer höheren Macht verschiedene Attribute zugewiesen. Die eine Gruppe wird dann beispielsweise Schurkengruppe genannt und die andere Opfergruppe. Nur kommt dann die Frage auf, ob beide Lager jeweils der ihr zugewiesenen Gruppe gerecht werden können.

Kann ein Schurke immer ein Schurke sein? Warum ist er ein Schurke? Und vor allem: hat er jemals den Vorsatz gehabt, ein Schurke zu sein? Gleiches gilt für das Opfer.

Der erste Schritt auf dem Weg zur Erkenntnis dessen ist der Rollentausch. Doch was eigentlich so simpel klingt, ist in Wirklichkeit die härteste Disziplin im gesellschaftlichen Leben, denn da, wo zwei Extreme aufeinander treffen, da macht das Tauschen Angst.

Diese drei Absätze gelten zwei Gruppen: der Gruppe der Flüchtlinge und der Gruppe der Bürger.

Ich fand das Tauschen schon immer spannend.

batholonew

Funkstille.

Funkstille.

Eintrag ins Logbuch, 6. Januar 2016: Nun bin ich wieder zurück in Deutschland. Ich war in Irland im Urlaub. Habe mir dort Land und Leute angeschaut. Die sind so anders, die Iren. Man fliegt nicht einmal zwei Stunden, ist nach dem von Bord gehen immer noch in der EU. Man zahlt mit Euro. Und doch sind dort fundamentale Dinge dort so ganz anders.

Man hat größten Respekt vor Deutschland und vor Angela Merkel. Ganz egal, mit wem ich in einen Smalltalk verwickelt war – nach einer Weile kam immer die gleiche Aussage, dass man stolz auf Deutschland sei (nicht nur bezüglich der Flüchtlingspolitik) und das sich Irland und vor allem England noch eine Scheibe davon abschneiden könnten. Es besteht die Meinung, hier bei uns würde alles ideal und nach Handbuch funktionieren. Erwähnte ich dann, dass es in Deutschland sehr große, gesellschaftliche Probleme gibt, so kam mir fast immer der gleiche Satz zu Ohren: “Ach, jedes Land hat seine Probleme. Aber Deutschland macht gerade alles richtig.“

Ist dem so?

Mir fiel in Irland ebenfalls auf, dass die Informationsmoral dort und bei den Briten etwas anders aussieht als hierzulande. Ich kann es gar nicht recht beschreiben. Las ich die Zeitung oder schaute ich mir die Nachrichten bei der BBC an, so bekam ich den Eindruck, als würde dort progressiver und positiver mit den Geschehnissen umgegangen. Vielleicht ist dem so, weil sich sowohl die rothaarigen Kobolde, als auch die Thommys nicht so recht der Tragweite der momentan vorherrschenden Krisen bewusst sind. Doch vielleicht ist es auch anders. Vielleicht sind wir Deutschen auch einfach äußerst dramatisch. Vielleicht haben wir das im Blut. Das ich unglaublich deutsch bin habe ich gemerkt, als ich über den Motorway (Autobahn) gefahren bin und am Standstreifen eine Familie auf Fahrrädern habe Richtung Süden radeln sehen. Da ist mir fast die Hutschnur geplatzt. Viel zu gefährlich!

batholonew

Der Satz des Jahres.

Der Satz des Jahres.

Ich ziehe vollends mein eigenes Ding durch und gebe im Zuge der diesjährigen Verleihung des „Batholonew Awards“ das Kommentar des Jahres zum Wort des Jahres bekannt.

And the winner is……tusch….attention….desire…

„Gesellschaftliche Perversion par excellence“

Ich bin so degeneriert. Und auch so aussagelos. Dieser Blog dient lediglich der Kompensation des nie in Erfüllung gegangenen Wunsches nach dem Studium der Philosophie an einer namhaften Universiteyt.

Batholonew